Als VdS–zertifizierte Sachverständige für Photovoltaikanlagen ist es meine Aufgabe sicherzustellen und zu prüfen, dass alle Komponenten und die Installation
selbst den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und die Anlagen nach den gesetzlichen Vorgaben sowie nach den VDE Vorschriften errichtet wurden.
Die VDS
3145 Prüfung ist in der Tat sehr wichtig, besonders wenn es um die
Sicherheit und Qualität von elektrischen Anlagen und Komponenten geht. Die VdS 3145 ist eine Richtlinie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Sie gibt
konkrete Vorgaben für die sichere Planung, den Bau und den Betrieb von
Photovoltaikanlagen. Ziel ist es, Brände und Schäden zu verhindern und
eine maximale Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Die DGUV V3 Prüfung ist für gewerblich oder landwirtschaftlich genutzte PV-Anlagen gesetzlich vorgeschrieben, da sie als elektrische Arbeitsmittel gelten.
Eine Erstprüfung vor Inbetriebnahme und wiederkehrende Prüfungen (meist
alle 4 Jahre, oft kürzer) sind zwingend. Für private Anlagen ist sie
nicht explizit pflichtig, aber dringend empfohlen.
Hotspots
sind Stellen auf einer Solarzelle oder in einem Solarmodul, die
überhitzen, weil der Strom nicht gleichmäßig fließt. Bei defekten
Bypassdioden kann es passieren, dass einzelne Zellen oder Bereiche im
Modul nicht mehr richtig umgangen werden, was zu Überhitzung und
Hotspots führt.
Folgen der Hotspots:
Bei Photovoltaik-Modulen bezieht sich der Begriff "Delaminierung" oder "Delamination" auf das Ablösen oder Trennen der verschiedenen Schichten innerhalb des Moduls. Insbesondere betrifft das die Schichten, die die Solarzellen schützen und verbinden, wie die Glasabdeckung, die EVA-Folie (Ethylen-Vinylacetat), die Solarzellen selbst und die Rückseitenfolie.Wenn eine Delaminierung auftritt, löst sich die Klebeschicht zwischen diesen Schichten, was zu Luft- oder Wassereinschlüssen führen kann. Das kann die Leistung des Moduls beeinträchtigen, weil Feuchtigkeit oder Schmutz in die Schichten eindringen und die Solarzellen beschädigen können. Außerdem kann die Delaminierung die mechanische Stabilität des Moduls verringern. Ursachen für Delaminierung bei Photovoltaik-Modulen sind oft Alterung, UV-Strahlung, Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit oder Herstellungsfehler. Es ist also wichtig, solche Schäden frühzeitig zu erkennen und zu beheben, um die Effizienz und Lebensdauer der Module zu erhalten.
Zellbrüche gehören zu den häufig unerkannten Fehlern bei Solarmodulen, da winzige Risse in den Zellen, sogenannte Microcracks, in der Regel mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Erst wenn sich an der Stelle des Bruchs Schneckenspuren bilden, die sichtbar sind, oder wenn die Leistung der Photovoltaikanlage deutlich sinkt, werden Zellbrüche oft entdeckt. In solchen Fällen kommt häufig eine Elektrolumineszenz-Untersuchung zum Einsatz, um die Ursache der Ertragsminderung zu identifizieren. Diese Zellbrüche entstehen häufig während des Transports oder bei der Montage der Module. Sie können aber auch erst nach Inbetriebnahme der Anlage auftreten, beispielsweise durch das Begehen der Module zu Reinigungszwecken. Ein weiterer häufiger Grund für Zellbrüche sind Hagelschäden: Nach schweren Hagelunwettern sind oft nur wenige Glasschäden sichtbar, während die Zellen in benachbarten Modulen erhebliche Bruchmuster aufweisen können, obwohl das Glas unbeschädigt bleibt. Nicht jeder Zellbruch führt sofort zu einer erheblichen Leistungseinbuße. Wenn jedoch große Zellteile vom Rest der Zelle abgetrennt werden, kann die betroffene Zelle nur noch einen Bruchteil ihres ursprünglichen Stroms liefern. Das wirkt sich dann auf die Leistung des gesamten Moduls aus.
Stellen Sie sicher, dass die Installation von einem qualifizierten Fachmann geplant wird. Eine sorgfältige Planung hilft, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Meine Erfahrung zeigt, dass bereits während der Planung und der Projektierung bzw. während des Baus neuer Photovoltaikanlagen schwerwiegende Fehler verursacht werden. Diese sind nachträglich teils nur mit hohem finanziellen Aufwand zu beseitigen.
Direkte Sonneneinstrahlung auf Wechselrichter führt zu Überhitzung, was die Leistung drosselt, die Effizienz mindert und die Lebensdauer durch vorzeitigen Bauteilausfall drastisch verkürzt.
PV Anlage komplett zugewachsen, dies stellt eine Brandlast dar. Falsche Unterkonstruktion, für intensive Begrünung.
Einhaltung aller geltenden Sicherheitsvorschriften und Normen, wie z.B.
die VDE-Vorschriften, Anlagenrichtlinien und LBO des jeweiligen Bundeslandes in Deutschland. Das sorgt für eine
sichere Installation. Photovoltaikanlagen sind langfristige Investitionen in nachhaltige Energieversorgung und wirtschaftliche Zukunftssicherheit. Gleichzeitig steigen mit der zunehmenden technischen Komplexität auch die Anforderungen an Planung, Installation und Betrieb. Werden geltende Sicherheitsvorschriften nicht konsequent eingehalten, können erhebliche Risiken entstehen – von technischen Ausfällen über Ertragsverluste bis hin zu Brandereignissen und Haftungsfällen.
Typische Risiken bei Photovoltaikanlagen
Gemäß VdS 3145 müssen Leitungen auf der Dachhaut von PV-Anlagen so verlegt werden,
dass sie die Dachfunktion nicht beeinträchtigen oder zu beschädigen.
UV-beständig,
mechanisch geschützt (z. B. in Kabelkanälen oder Leerrohren) und mit
ausreichendem Abstand zur Vegetation angebracht sind.
Überbauung einer Brandwand ohne Beachtung der jeweils gültigen LBO und Einhaltung der Herstellervorgaben.
Insbesondere bei gewerblichen Anlagen verlangen Versicherungen und Betreiber zunehmend dokumentierte regelmäßige Prüfungen durch qualifizierte Sachverständige.
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